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Mach, was wirklich zählt.

Eine Luftaufnahme der WTD 41 in Trier.

Eine Luftaufnahme der WTD 41 in Trier.

Foto: © Bundeswehr / WTD 41

Die Wehrtechnische Dienststelle 41 in Trier

Kompetenzzentrum für alles, was rollt und fährt.

Eine simulierte Flussdurchquerung mit einem Panzer Leopard 2.

Eine simulierte Flussdurchquerung mit einem Panzer Leopard 2.

Foto: © Bundeswehr / Schuff

Die Wehrtechnische Dienststelle (WTD) 41 erprobt alle Land-Fahrzeugsysteme, sowie die Pionier- und Truppentechnik der Bundeswehr. Techniker, Fachhandwerker sowie 125 Ingenieure verschiedener Fachrichtungen forschen, untersuchen und prüfen, erarbeiten neue Konzeptionen und testen Fahrzeuge auf ihre Truppen- und Einsatztauglichkeit. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten entwickeln und forschen sie sogar an neuen Konzepten.



Der WTD 41 Telemax in einer standardisierten Testarena.

Der WTD 41 Telemax in einer standardisierten Testarena.

Foto: © Bundeswehr / WTD 41

Untersuchung und Bewertung als Kernaufgaben

Rainer Stabler, stellvertretender Leiter der WTD 41: „Man muss an moderner Technik ‚dranbleiben‘, wehrtechnische Aspekte beleuchten und das Gerät stetig weiterentwickeln. Jährlich beschäftigen wir bis zu 50 Praktikantinnen und Praktikanten von Universitäten und Fachhochschulen, die bei uns im Rahmen eines Dualen Studienganges ihre Bachelorarbeit verfassen. Das ist für uns eine große Chance!“

Mit der Universität Koblenz, die direkt neben der Außenstelle in Koblenz-Metternich liegt, kooperiert die WTD eng im Bereich Robotik. Eine Besonderheit: Durch die direkte Lage an der Mosel und dem Rhein werden Pionier- und Truppengeräte direkt am und im Wasser erprobt. Das ist in ganz Deutschland einmalig!


Der Transportpanzer Fuchs auf der Verwindungsbahn bei der WTD 41.

Der Transportpanzer Fuchs auf der Verwindungsbahn bei der WTD 41.

Foto: © Bundeswehr / Metternich

Testen für den Einsatz

Die Männer und Frauen der WTD 41 testen zusätzlich Fahrzeuge auf verschiedenen Geländekursen mit unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten. Sie tun dies auf synthetischen Erprobungsbahnen, die verschiedenste Belastungen reproduzierbar simulieren. Das reicht von einer „Waschbrett“-Piste über eine Sinusbahn und einem Schräghang bis hin zu einer Verwindungstrecke, auf der zum Beispiel untersucht wird, ob die Radaufhängung und die Federung den geforderten Belastungen gewachsen sind. Von einem Leitstand aus steuern die Techniker den Betrieb auf dem Beton-Parcours, sowohl für bemanntes als auch automatisiertes Fahren.

Derzeit sind drei Robotersysteme für die Dauerfahrerprobung in Betrieb. Sie schaffen detaillierte Testbedingungen und sind bei Wiederholungen genauer als menschliche Fahrer. Das ist beim Vergleich verschiedener Fahrzeuge wesentlich. Die Ingenieure der WTD 41 erproben auch ferngesteuerte Fahrzeuge für den Einsatz. Hier sind Roboter mittlerweile unverzichtbar. Das gilt insbesondere dann, wenn Menschen aus verseuchten Gebieten evakuiert oder Kampfmittel beseitigt werden müssen.


Die vier Außenkameras in Verbindung mit einer Videobrille bieten eine Rundumsicht.

Die vier Außenkameras in Verbindung mit einer Videobrille bieten eine Rundumsicht.

Foto: © Bundeswehr / Metternich

Sicht ist lebenswichtig

Um Gefechtsfelder bei Nacht oder schlechter Sicht aufklären zu können, kommen bei ferngesteuerten Geräten Kamerasysteme zum Einsatz, die das Terrain genau abbilden und präzise Ergebnisse liefern. „Auch für bemannte Fahrzeuge ist die lückenlose Sicht nach außen wichtig, damit ein Verlassen des geschützten Fahrzeuges nicht mehr erforderlich ist“, berichtet Frank Schwarz-Müller. Der Ingenieur ist für Radfahrzeuge und ihre Einsatzauswertung verantwortlich. „Wir beraten uns eng mit der Industrie, bringen die Forderungen des Nutzers ein und stellen sicher, dass diese umgesetzt werden. Dabei ist die Simulation wesentlicher Bestandteil bei der Entwicklung, noch bevor ein Prototyp gebaut wird.“


Innovation als Schlüssel für die Zukunft

Die WTD 41 ist, was die Energieversorgung für Feldlager und die Nutzung von regenerativen Energien anbetrifft, sehr innovativ. Mit dem „Energie Camp“ nutzt sie erneuerbare Energien, wie die Photovoltaik und die Solarthermie. Dabei werden fossile Brennstoffe eingespart, die gerade im Einsatz knapp sind.