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Mach, was wirklich zählt.

Ein Student sitzt vor verschiedenen Monitoren.
Zwei Soldaten arbeiten mithilfe eines Laptops an technischen Geräten.

Cyber Defence, Smart Data, Mobile Security, e-Health sowie der Schutz kritischer Infrastrukturen werden die Grundpfeiler des Forschungszentrums.

Foto: © Bundeswehr

Größtes Forschungszentrum für Cyber entsteht

Das größte Forschungszentrum für den Cyber-Raum der Bundeswehr entsteht. Das gab die Präsidentin der Universität der Bundeswehr München Prof. Merith Niehuss bei der Pressekonferenz zum Thema „Cyber-Defence” am 28. Juli bekannt. Auf dem Campus wird in den nächsten Jahren ein neues bundesweit einzigartiges Cyber-Cluster, also eine Sammlung aller cyberbezogenen Themen, entstehen. Außerdem wird ein neuer internationaler Master-Studiengang „Cyber-Sicherheit“ etabliert.

MdB Hahn, Prof. Niehuss, Prof. Dreo Rodosek und Prof. Buchenrieder bei der Bekanntgabe des Cyber-Forschungszentrums.

Sie gaben den Aufbau des größten Cyber-Forschungszentrums bekannt: MdB Hahn, Präsidentin Prof. Niehuss, Prof. Dreo Rodosek und Prof. Buchenrieder (v.l.n.r.)

Foto: © Bundeswehr / Brauns

Im Rahmen des Aufbaus des neuen Organisationsbereiches Cyber- und Informationsraum (CIR) der Bundeswehr kommt der Universität der Bundeswehr München eine große Bedeutung zu: Die Universität konzentriert in den nächsten Jahren Cyber-Kompetenzen in Forschung und Lehre, die bundesweit einmalig sind. „Ich freue mich über diese Entwicklung. Wir setzen in Forschung und Lehre auf die Zukunft. Und das ist auch strategisch gesehen der Cyber-Raum.

Er beherrscht mit all seinen Chancen und Risiken bereits heute unser Leben privat wie beruflich“, erklärt die Präsidentin der Universität der Bundeswehr München Prof. Merith Niehuss.


Neubau für elf neue Professuren und weiteres Personal

Da für das Forschungscluster und den neuen Studiengang neues Personal eingestellt wird, ist damit auch ein Wachstum der Universität verbunden. Bereits im Sommer 2016 werden elf neue Professuren ausgeschrieben. Die neu eingestellten Professorinnen und Professoren sollen dann von 67 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Technikern und Verwaltungsangestellten unterstützt werden. Dazu kommen weitere rund 200 wissenschaftliche Drittmittel-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ein Dozent blickt auf seine Monitore in einem Hörsaal voller Studenten.

An der Universität der Bundeswehr sind derzeit etwa 2.800 Studenten immatrikuliert.

Foto: © Bundeswehr / Scheiblich

„Um dem neuen Personal ein hochattraktives Forschungsumfeld zur Verfügung zu stellen, werden wir auf dem Campus einen Neubau errichten, der technisch und architektonisch den höchsten Anforderungen entspricht”, so der Dekan der Fakultät für Informatik Prof. Klaus Buchenrieder. 

Der Neubau wird weit über 7.000 Quadratmeter groß sein und diverse Laboratorien für Cyber-Sicherheit beinhalten, unter anderem für digitale Forensik, Malware-Analyse und Cyber-Lagebild. Starten soll der neue Master-Studiengang im Januar 2018 mit zunächst 70 Studierenden.


Bestehendes Forschungszentrum CODE ist Kern der Entwicklung

Das von der Universität der Bundeswehr München bereits eingerichtete Forschungszentrum CODE stellt den Forschungsschwerpunkt für die Cyber-Verteidigung dar. Es bündelt die Innovationskompetenzen von Forschungsinstitutionen, Unternehmen und Providern sowie ziviler und militärischer Cyber-Sicherheit.

„Unsere Ziele sind die Etablierung eines Leuchtturms exzellenter Forschung, der Schaffung von Innovationen, der Entwicklung von Demonstratoren, der Beratung und Qualitätssicherung, der Aus- und Weiterbildung sowie der Analyse und Evaluation von Sicherheitstechnologien und -produkten in Hightech-Labors“, erklärt die Direktorin des Forschungszentrums CODE Prof. Gabi Dreo Rodosek.

Auch strategisch hat Prof. Dreo Rodosek für das Cyber-Cluster konkrete Vorstellungen. Neben der Bündelung vorhandener Innovationskompetenzen soll eine exzellenter Forschung betrieben werden. Neues Personal und eine entsprechende Infrastruktur für eine grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung auf hohem Niveau werden dies ermöglichen. Geplant ist unter anderem die anwenderbezogene Entwicklung von Sicherheitstechnologien und Produkten, der Aufbau von Innovation-Labs und die Förderung von Unternehmensgründungen.

Die Forschung wird auf fünf Säulen stehen: Cyber Defence, Smart Data, Mobile Security, e-Health sowie Schutz kritischer Infrastrukturen.

Autor: Michael Brauns